Umweltaspekte

Biene auf einer gelben Blüte. © Andreas Scheiringer
© Andreas Scheiringer
Wir haben uns im Zuge des Aufbaus des Integrierten Managementsystems nochmals mit allen wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit unserer Betriebstätigkeit ergeben, intensiv auseinandergesetzt.

Unser Managementhandbuch, die Prozessbeschreibungen, die Arbeitsanweisungen bilden die Grundlage des vorbeugenden, systematischen Umweltschutzes. Dabei wurden auch umfangreiche Bewertungen der Auswirkungen auf die Umwelt durchgeführt. Wir haben über die strengen rechtlichen Auflagen hinausgehende Maßnahmen gesetzt, die eine Minimierung unserer Umweltauswirkungen sicherstellen.

Die Bewertung aller Umweltaspekte in der „Relevanzmatrix direkte/indirekte Umweltaspekte“ im Zusammenhang mit den Umweltauswirkungen unserer Betriebstätigkeit hat ergeben, dass atmosphärische Emissionen durch direkte und indirekte Fahrzeugabgase die bedeutendsten Umweltauswirkungen darstellen. Aus Verantwortung der Umwelt gegenüber werden wir noch weitere Aktivitäten setzen, um diese Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Direkte Umweltaspekte

Energie

Der größte Energiebedarf besteht beim Verbrauch von Heizenergie am Betriebsgelände sowie dem Kernprozess der Abholung von tierischen Nebenprodukten mit Nutzfahrzeugen. Die standortbedingten Treibhausgasemissionen resultieren aus dem Betrieb einer 2015 erneuerten Heizungsanlage (Brennwertgeräte). Die steuerungstechnischen Anpassungen und regelmäßige Wartung der Heizungsanlage trägt dazu bei, dass die Emissionen so gering wie möglich gehalten werden. Durch bewusste Disposition der Fahrzeuge, der ständigen Erneuerung des Fuhrparks sowie Spritspartrainings der Fahrer wird versucht, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Den Hauptanteil am Stromverbrauch stellen betrieblich unbedingt notwendige Anlagen wie Heizung, Kühlung, Hochdruckreinigung, Beleuchtung und EDV-Geräte dar. Als Beitrag zum Klimaschutz erfolgt die Produktion von erneuerbarer Energie am eigenen Betriebsgelände bzw. dem Bezug von „Ökostrom“. Die mit Photovoltaik produzierte Strommenge wird für den Betrieb am Standort genutzt und reduziert damit die über das Netz bezogene Menge an elektrischer Energie.

Abfall

Bei der Sammlung von tierischen Nebenprodukten, der Wartung und Instandhaltung fallen nicht gefährliche Abfälle und in geringem Umfang gefährliche Abfälle an, die umweltgerecht entsorgt werden. Es wird versucht, neben der Abfallvermeidung so viel wie möglich zu recyceln, um die Umweltauswirkung durch die Abfälle so gering wie möglich zu halten.

Abwasser

Alle notwendigen Reinigungsarbeiten werden ausschließlich in der Containerhalle vorgenommen. Das anfallende Abwasser wird über einen Fettabscheider in das öffentliche Kanalnetz abgeleitet, der regelmäßig eigen- bzw. fremdüberwacht wird. Gemäß Bescheidauflage wird das Betriebsabwasser jährlich von einem Ziviltechniker auf Abwasserinhaltsstoffe untersucht.[1] Das Niederschlagswasser von den Dächern und befestigten Freiflächen wird über einen eigenen bescheidmäßig genehmigten Kanal direkt in den Donaukanal eingeleitet.

[1] Die letzte Messung vom 25. Oktober 2019 ergab folgendes Ergebnis:

Hilfs- und Betriebsstoffe

Bei der Auswahl von Hilfs- und Betriebsstoffen wird auf Umweltverträglichkeit geachtet. Mitarbeiter werden regelmäßig bezüglich der sparsamen Verwendung von Hilfs- und Betriebsstoffen geschult (z.B. gemeinsame Schulungen mit der MA 15 und MA 60). Die für die Reinigung und Desinfektion notwendigen Desinfektionsmittel werden größtenteils automatisch dosiert, wodurch ein sparsamer Umgang ermöglicht wird.

Trinkwasser

Trinkwasser wird in vernachlässigbarer Menge hauptsächlich für die eigene Körperpflege aus dem öffentlichen Netz entnommen. Zur Minimierung des Wasserbedarfs erfolgte der Einbau von energieeffizienter Wasserspartechnik in den Sanitärräumen (wassersparende Armaturen und Wasserstopps bei den WC-Spülkästen) sowie wiederkehrende Schulungen der Beschäftigten zum bewussten Umgang mit Ressourcen. Für Reinigungsarbeiten am Betriebsgelände wird ausschließlich Brunnenwasser eingesetzt.

Grundwasser

Grundwasser aus einem genehmigten Brunnen wird in den erforderlichen Mengen für Reinigungsvorgänge in der Betriebsanlage, der Nutzfahrzeuge bzw. für die Bewässerung der Grünflächen und Gehölze verwendet.

Geruch

Alle Transporte werden in geschlossenen Behältern durchgeführt. Das Umladen von den Sammelcontainern in die Großcontainer erfolgt ausschließlich in der geschlossenen Containerhalle. Um die Geruchsemission auf einem niedrigen Niveau zu halten, wird der zu befüllende Großcontainer mittels einer elektrisch betriebenen und automatisch gesteuerten Zerstäubungsanlage mit einem Wirkstoff zur Geruchsneutralisation besprüht. Dieser Wirkstoff erfüllt alle relevanten Umwelt- und Sicherheitskriterien. Ein aktuelles Sicherheitsdatenblatt liegt im Betrieb auf.

Lärm

Vom Betriebsgelände gehen keine relevanten Lärmbelästigungen aus. Am Standort (Flächenwidmung Industriegebiet) gibt es außer der Dienstwohnung eines Mitarbeiters keine direkten WohnanrainerInnen. Die Entfernung zu den nächsten Wohnanlagen und die Verlagerung aller arbeitsbedingten Manipulationen in geschlossene Gebäude verhindern eine Lärmbelästigung der Bevölkerung im Umfeld des Betriebsgeländes. Durch den Fahrzeugverkehr werden keine unzulässigen Belastungen erzeugt (Lärmarm-Fahrzeuge und elektrischer Antrieb der Kippvorrichtungen bei Entleerungen).

Luftschadstoffe

Es werden hauptsächlich emissionsarme LKW und mit Erdgas betriebene Fahrzeuge eingesetzt. Durch laufende Erneuerungen des Fuhrparks konnten in den letzten Jahren die Emissionen kontinuierlich gesenkt werden. Die standortbedingten atmosphärischen Emissionen resultieren aus dem Betrieb einer 2015 erneuerten Heizungsanlage (Brennwertgeräte), welche mit schwefelfreiem Premium-Heizöl „Extraleicht Shell ECO“ betrieben wird. Die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage trägt dazu bei, dass die atmosphärischen Emissionen so gering wie möglich gehalten werden.[1]

[1] Die letzte Messung vom 26. Juni 2019 ergab folgende Ergebnisse: 

Biodiversität

71 % des Betriebsareals sind in Form von Grünflächen als Lebensraum für Kleintiere und Pflanzen verfügbar. Mit unserem großen Garten von derzeit mehr als 100 Gehölzen tragen wir zur biologischen Vielfalt in Wien bei.

Boden

Die Be- und Entladung erfolgt in der geschlossenen Containerhalle. Der Boden ist mit einer speziell für diese Anforderungen entwickelten Beschichtung versehen, sodass bei Austritt von Ladegut eine rückstandsfreie Reinigung und Desinfektion durchgeführt werden kann. Brennbare Flüssigkeiten werden nur in geringen Mengen vorrätig gehalten. Die Behälter werden in Auffangwannen gelagert, damit im Störfall eine Kontamination von Boden und Erdreich ausgeschlossen werden kann.

Indirekte Umweltaspekte

Abholung/Übergabe tierischer Nebenprodukte durch Verwerter

Ein großer Energiebedarf besteht bei der Abholung von tierischen Nebenprodukten mit Nutzfahrzeugen durch den Verwerter. Durch bewusste Disposition der Fahrzeuge, der ständigen Erneuerung des Fuhrparks sowie Spritspartrainings der Fahrer wird versucht, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten.

Anreise der Mitarbeiter*innen

Durch die Schaffung einer Dienstwohnung, die Bildung von Fahrgemeinschaften und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln beim Weg zur Arbeit bzw. der Heimfahrt werden Emissionen reduziert.

Weiterbildung der Mitarbeiter*innen bezüglich Umweltschutz

Durch zielgerichtete Schulungen wird das Wissen und das Bewusstsein der Mitarbeiter*innen über Umweltschutz laufend verbessert.

Dialog mit der Öffentlichkeit

Im Rahmen von Führungen wird ein Umweltbildungsprogramm für Erwachsene und Kinder (Zentrum für Umweltbildung) im Mutterkonzern angeboten. Der Informationsaustausch über die erbrachten Umweltleistungen fördert das Bewusstsein für ein umweltgerechtes Verhalten. Durch verstärkte Kommunikation des Tätigkeitsprofils kann eine ordnungsgemäße Entsorgung von Tierkadavern in der Stadtbevölkerung gefördert werden.